
Bauzeit: 2006 – 2010
Auftragsvolumen: 933 Millionen Euro
Strecke: Neubau von 51 km Autobahn
Bauwerke: ca. 76 Brückenbauwerke
Tunnel: 1 bergmännischer Tunnel, 3 offene Tunnel
Im Dezember 2003 entschied die Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG), eine Gesellschaft des österreichischen Bundes, den Ausbau des höherrangigen Straßennetzes in der Ostregion als Public Private Partnership (PPP) in Form von Konzessionsmodellen zu verfolgen. Im Dezember 2006 fiel der Startschuss für das Projekt PPP-Konzessionsmodell Ostregion. Die ASFINAG bildete für die Umsetzung ein interdisziplinäres Projektteam, das die geplanten Neubauvorhaben zur Ausschreibung bringen sollte.
Das Bieterkonsortium Bonaventura (ALPINE/HOCHTIEF/Egis Projects) hatte rasch erkannt, dass die Erstellung eines Angebots eine enorme Herausforderung an das Informationsmanagement darstellt. Allein die Ausschreibung umfasste eine Datenmenge von rund 60 GB. Das Expertenteam der Bonaventura war außerdem über Europa verstreut. Daraus ergab sich schnell die Forderung, eine internetbasierte Projektplattform für die Angebotserstellung einzusetzen.
Nach einer kurzen Evaluierungsphase wurde think project! von Bonaventura als Werkzeug ausgewählt. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war, dass es sich um eine kommunikationsorientierte Lösung handelt, die nicht auf fixen Ordnerstrukturen aufgebaut ist. Auch die einfache Bedienbarkeit der Software war ein wichtiges Kriterium, denn jeder Nutzer sollte sich schnell mit dem System anfreunden und sofort damit arbeiten können.
Am Ende erhielt das Konsortium Bonaventura den Zuschlag. Mit dem Baubeginn wurde think project! auch in die Arbeitsvorbereitung miteinbezogen. Darüber hinaus läuft das gesamte Berichtswesen, die Planprüfung und Koordination des Bauablaufes über think project!.
Die Bonaventura organisiert mit think project! ca. 250 interne Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, England und Frankreich. Im automatisierten Planlauf werden monatlich ca. 500 Pläne neu eingestellt. Bereits in den ersten fünf Monaten wurden über die Projektplattform 16.700 Nachrichten und E-Mails versendet.