
Dies führte zu einem vermehrten Wohlstand des omanischen Volks und zu einer Zunahme des Tourismus. Für ein trockenes Land mit wenigen Niederschlägen hatte dies jedoch auch einen enormen Anstieg des Wasserverbrauchs zur Folge. Das macht die Entsalzung von Meerwasser sowie die Wasserspeicherung und Wiederverwendung von aufbereitetem Wasser wichtiger als je zuvor.
Mit dem wachsenden Wohlstand des omanischen Volks wurde der Komfort von fließendem Wasser in Privathaushalten zur Normalität. Gleichzeitig entstanden Grünanlagen in großen Städten und Orten, die regelmäßig bewässert werden müssen. Die etwa eine Million Einwohner der Hauptstadt Maskat und ihrer Vororte sowie die steigende Zahl an Touristen benötigen immer mehr Wasser. Es wird erwartet, dass dieser Verbrauch bis 2017 um weitere 70 Prozent zunehmen wird.
Eine Initiative, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist das Maskat Abwasserprojekt („Muscat Wastewater Scheme“). Im Rahmen dieser Maßnahme möchte die staatliche Abwasserreinigungsgesellschaft Haya Water bis 2017 90 Prozent der Einwohner von Maskat an ein Abwassersystem anschließen. Die Maßnahme umfasst den Aufbau einer Abwasserinfrastruktur sowie den Bau und Ausbau von Anlagen zur Abwasseraufbereitung.
Die größte Wasseraufbereitungsanlage, die gebaut wird, hat eine tägliche Aufbereitungsleistung von 50.000 Kubikmeter Wasser und ist die Erweiterung einer bereits existierenden Anlage im Bezirk Darsait der Stadt Maskat.
Haya Water vergab den 70-Millionen-Euro-Auftrag an eine Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus dem spanischen Anlagenspezialisten Cadagua und dem im Oman ansässigen Galfar Engineering & Contracting. Beide Firmen werden für die Planung, den Bau, den Betrieb und die Wartung der Anlage zuständig sein. Cadagua, führendes Unternehmen der ARGE, entschied sich zum zweiten Mal, think project! für ein Projekt im Mittleren Osten einzusetzen.