
Mit diesem Bauprojekt soll der nötige Raum für die wesentliche Aufgabe der NATO geschaffen werden, die Kommunikation zwischen den Mitgliedsstaaten und dem Rest der Welt zu unterstützen.
Nach zahlreichen Bedarfsanalysen und Machbarkeitsstudien wurden die strukturellen, technischen und sicherheitsspezifischen Anforderungen an den Neubau definiert und darauf basierend 2003 ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Der Siegerentwurf von Skidmore, Owings & Merrill (SOM) und Assar wurde noch einmal einer detaillierten Überprüfung und Bearbeitung unterzogen. Die Ausführungsplanung wurde Ende 2008 fertig gestellt.
Der Entwurf für das neue Hauptquartier sieht rund 190.000 Quadratmeter Büroflächen, Konferenzräume und Rückzugsmöglichkeiten vor und bietet den Delegationen der 26 (bald 28) Mitgliedsstaaten sowohl abgeschirmte, auf Botschaftsniveau ausgestattete Bereiche als auch gemeinschaftlich genutzte, kommunikative Flächen.
Ein komplexes Projekt wie dieses verlangt nach stringenten und robusten Managementstrukturen. Verschiedene interne Gremien und Projektteams, sowohl auf internationaler Ebene als auch von Seiten des Gastlandes Belgien, koordinieren den Neubau. Unterstützt werden sie durch zahlreiche externe Spezialisten, insbesondere durch ein internationales Planungsteam. Dieses besteht aus einem Konsortium aus SOM sowie den belgischen Unternehmen ASSAR und VK Engineering. Für die Architekten und Ingenieure wurde auf einem Grundstück des belgischen Verteidigungsministeriums eigens ein Planungshaus eingerichtet.
Im Rahmen einer Ausschreibung wurde think project! als Projektplattform ausgewählt, um die Koordinatoren und Projektpartner bei ihren Aufgaben zu unterstützen. Die Projektverantwortlichen entschieden sich für den Aufbau einer internen Lösung, d.h. das Hosting erfolgt vor Ort. Die für den Betrieb der Software und zur Speicherung der Daten notwendige Computerplattform wird in einem Rechenzentrum des belgischen Verteidigungsministeriums betrieben und unterliegt höchsten Sicherheitsstandards.