
Veranstaltungsort:
baulogis Unternehmenszentrale München
Das Thema:
Erfahrungsaustausch Projektplattformen
Die Teilnehmer:
EUROVIA Infra GmbH, Geiger Schlüsselfertigbau GmbH & Co. KG, Ingenieurbüro für Projekt- und Vertragsmanagement, Klebl GmbH, Max Bögl GmbH, WOLFF & MÜLLER Holding GmbH & Co. KG
von Harald Schäffler, baulogis
Harald Schäffler präsentierte typische Prozesse, die über die internetbasierte Projektplattform think project! abgebildet werden können. Dabei wurden Fragen beantwortet wie: Welche Möglichkeiten bietet think project! um Bauunternehmen beim Planmanagement zu unterstützen? Wie können Genehmigungs- und Freigabeläufe bei Bestellungen und Rechnungen über die Projektplattform dargestellt werden? Worin liegen für Bauunternehmen die Vorteile, ihr Ausschreibungsmanagement über think project! abzuwickeln? Wie können Mängel mit der Projektplattform erfasst, nachverfolgt und dokumentiert werden? Zudem präsentierte Harald Schäffler mit think project! OutlookConnect eine neue technische Lösung, mit der Nutzer E-Mails, die sie in ihrem Outlook erhalten, auf einfachen Weg in ihre Projektstrukturen überführen können, ohne ihr gewohntes Outlook-Umfeld verlassen zu müssen.
Einige Themen der Diskussion
In der anschließenden Diskussionsrunde wurde besprochen, dass es vielfältige Lösungen zur Unterstützung des Planmanagements gibt. Thomas Tröndle von Klebl sieht den Vorteil durch den Einsatz einer internetbasierten Projektplattform im Planmanagement darin, dass operative Aufgaben dadurch drastisch reduziert werden können und ein größerer Fokus auf die Entwicklung von effizienteren Strukturen gelegt werden kann. Dadurch ist es möglich, nicht durch einen quantitativen Zuwachs der Mitarbeiter mehr Aufgaben zu bewältigen, sondern diese mit derselben Mitarbeiterzahl sogar optimierter zu bearbeiten, so Thomas Tröndle.
Ausschreibungen über eine Projektplattform abzuwickeln, bietet den Vorteil, dass dadurch Prozesse beschleunigt werden können und jegliche Kommunikation und alle Unterlagen, die die Ausschreibung betreffen, an einer zentralen Stelle zu finden sind, so Harald Schäffler. Darüber hinaus konnte bei einigen Bauunternehmen aufgrund der unkomplizierten Antwortmöglichkeit der Rücklauf der Bieterantworten erhöht werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Bieteradressen durch dieses Modul, wenn notwendig, problemlos von den Bietern selbst aktualisiert werden können. Diese Daten können dann wiederum in das firmeninterne ERP-System exportiert werden, erklärt Jörg Herre, Wolff & Müller.
Dass eine gute Dokumentation beim Mängelmanagement eine außerordentlich wichtige Rolle spielt, darüber sind sich alle Teilnehmer einig. Vor allem bei Großprojekten verliert man sonst schnell den Überblick, betont Helge Clauß, Ingenieurbüro für Projekt- und Vertragsmanagement. Da es beim Mängelmanagement so wichtig ist, alle Daten und Dokumente, die den Mangel betreffen, jederzeit verfügbar zu haben, bietet sich hier besonders an, mit einer Projektplattform zu arbeiten, meint Jörg Herre von Wolff & Müller.
In der Runde entstanden zudem weitere Ideen, welche Prozesse umgesetzt werden könnten. So wäre beispielsweise die Abbildung einer Brandschutzakte möglich, so Bernhard Nützel von Max Bögl. Diese enthält alle Unterlagen, die den vorbeugenden Brandschutz betreffen. Auch Fracht- und Transportprozesse von Fertigteilen über die Projektplattform abzuwickeln wäre für Thomas Tröndle von Klebl vorstellbar.
Die Veranstaltung bot neben zahlreichen Informationen rund um den Einsatz von internetbasierten Projektplattformen viel Raum für Diskussion und Erfahrungsaustausch.
Der diesjährige Runde Tisch Bauunternehmen zeigte, wie vielfältig die Einsatzgebiete für eine Projektplattform sein können. Daraus ergeben sich ebenso vielfältige Anforderungen. Um diesen gerecht zu werden, muss eine Projektplattform kunden- und projektspezifische Anforderungen abbilden können. In think project! wird dies durch Konfiguration, d.h. ohne Programmierung realisiert.
Konnektoren wie der think project! OutlookConnect ermöglichen zudem eine optimale Integration in die gewohnte Arbeitsumgebung.