
Veranstaltungsort:
red dot design museum im Weltkulturerbe Zeche Zollverein, Essen
Das Thema:
Erfahrungsaustausch Projektplattformen im Energiesektor
Die Expertenrunde:
s+p Ingenieure Prof. Sturm + Partner GmbH, E.ON Engineering GmbH, RWE Power AG, Vattenfall Europe Generation AG, E.ON Kraftwerke GmbH, EnBW Kraftwerke AG, Bayer Technologies Services GmbH, Hitachi Power Europe GmbH, Evonik Energie Services GmbH
von Dr. Sven Billardt, s+p Ingenieure Prof. Sturm + Partner über die Einführung der internetbasierten Projektplattform think project! bei der Vattenfall Europe Generation AG Im Auswahlverfahren habe think project! die hohen Anforderungen erfüllen können und konnte bereits aussagekräftige Referenzen im Energiebereich vorweisen, so Dr. Sven Billardt. Künftig sollen sämtliche Dokumente und Kommunikation, die den Bauherrn Vattenfall betreffen, beim Kraftwerksneubau über die Plattform abgewickelt werden. Beim Bau des Kraftwerks Moorburg und der Inbetriebnahme des Kraftwerks Boxberg werde think project! bereits erfolgreich eingesetzt, so Dr. Sven Billhardt.
Einige Themen der Diskussion
Der Hauptgrund für Vattenfall sich für eine internetbasierte Projektplattform zu entscheiden, sei die Konzernvorgabe gewesen, dass alle Projekte vollständig und nachweislich dokumentiert abgewickelt werden müssen, so Frank Höfer. Ein großes Augenmerk lege Vattenfall derzeit darauf, die Nutzerakzeptanz im eigenen Unternehmen weiter auszubauen. Man wolle eine möglichst genaue Abbildung der bisherigen Arbeitsweise und gleichzeitig einen treffsicheren Zugriff auf alle Dokumente ermöglichen. Auch Sekou Chase von der E.ON Engineering bestätigte, dass die Einführung eines neuen Werkzeuges wie einer internetbasierten Projektplattform anfangs zum Teil Überzeugungsarbeit bedürfe. Bereits sehr bald werde jedoch der Mehrwert eines solchen Systems deutlich. Der Zeit- und Kostenaufwand, der durch die unterschiedliche, dezentrale Ablagestruktur und Speicherplatznutzung der Mitarbeiter generiert werde, könne durch den Einsatz einer zentralen Projektplattform drastisch gesenkt werden, so Sekou Chase.
von Ralf Stommel von E.ON Engineering über die Erfolgsfaktoren für die unternehmensweite Einführung von think project! bei E.ON
Wichtig sei bei der erfolgreichen Einführung von think project! vor allem die Rückendeckung der Unternehmensleitung und die Durchführung von internen Maßnahmen, wie z.B. die Schaffung von Standards, wodurch die Handhabung einfacher gehalten werden soll, Schulungen und Anwender-Support sowie eine offene Informationspolitik.
Einige Themen der Diskussion
Wie kann think project! die Sicherheitsstandards in Konzernen wie E.ON und Vattenfall erfüllen, war eine Frage, die Lutz Kleischmann (RWE) und Andreas Scholz (Evonik) interessierte. Es gäbe verschiedene Sicherheitsmaßnahmen, die man wählen könne, erklärte Sekou Chase. Grundsätzlich bestehe die Möglichkeit durch Rechte- und Rollenvergabe zu bestimmen, für wen welche Dokumente im jeweiligen Projekt überhaupt zugänglich seien. Zudem können die Projekte neben einem herkömmlichen passwortgeschützten Zugang mit einem doppelten Zugangsschutz durch sogenannte Tokens geschützt werden, ergänzte Harald Schäffler, baulogis. Eine weitere Sicherheitsmaßnahme sei eine Beschränkung des Zugriffsortes (IP-Restriction). Zudem bestehe die Möglichkeit, Dokumente mit einer zusätzlichen Verschlüsselung zu versehen. (Weitere Informationen zum Thema Sicherheit)
Deutlich wurde, dass die Beteiligten des Runden Tisches trotz unterschiedlicher Sichtweisen ähnliche Kernanforderungen an think project! stellen und ähnliche Ziele mit der Projektplattform erreichen wollen. An erster Stelle steht dabei der Wunsch, dass alle Projektbeteiligten zu jeder Zeit über denselben Informationsstand verfügen. Daher gilt es zunächst eine zentrale Informationsbasis und eine zielgerichtete Informationsverteilung aufzubauen, um dann Schritt für Schritt anspruchsvollere Prozesse mit think project! abzubilden. Darin sehen die Energieunternehmen großes Potenzial.